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Kinder fundiert fördern

Heilpädagogisches Zentrum in Bad Orb feiert fünfjähriges Bestehen

Gelnhäuser Neue Zeitung, 10.Februar 2005:
Bad Orb (re). Das Heilpädagogische Zentrum (HPZ) der Spessart-Klinik Bad Orb feierte fünfjähriges Bestehen. Drei Sozialpädagogen und zwei Lehrer nahmen vor fünf Jahren im ehemaligen „Pfarrerhaus“ der Spessart-Klinik offiziell ihre Tätigkeit mit einem interdisziplinären Konzept für Erziehungshilfe im Main-Kinzig-Kreis auf.

Mittlerweile ist das HPZ in Räume der Spessart-Klinik für Kinder und Jugendliche umgezogen und das Tätigkeitsfeld hat sich um etliche Bereiche erweitert.
Von den Mitarbeitern der ersten Stunde ist mit Simone Farhauer-Walz, Oliver Bäuscher und Bernhard Schüch noch die gesamte sozialpädagogische Abteilung für das HPZ tätig, aber auch der Sonderschullehrer Christof Lingelbach und die Sozialpädagogin Tanja Simon können schon auf eine mehr als vierjährige Betriebszugehörigkeit zurückblicken. In jeder Beziehung „jüngstes Kind“ im HPZ-Team ist Katja Kratzenberger, die seit genau einem Jahr das Team verstärkt.

Außer in der Schule für Erziehungshilfe sind die Mitarbaiter des HPZ noch in weiteren Bereichen der Jugendhilfe, vornehmlich in Form von Einzelfallhilfen, aktiv.

Von den ambulanten Angeboten des HPZ wird besonders der Bereich der Diagnostik und Förderung von Kindern mit Lese-Rechtschreibschwäche immer stärker in Anspruch genommen.

Mit Karin Maaß steht den Eltern und Kindern eine engagierte und erfahrene Pädagogin für die umfangreiche Diagnostik zur Verfügung. Aus den Erkenntnissen der diagnostischen Überprüfung ergeben sich bei Bedarf die Ansätze für eine individuelle Förderung in kleinen Lerngruppen von maximal drei Kindern.

Auch hier hat sich die Nachfrage mittlerweile so entwickelt, da0 es notwendig wurde, fachlich und pädagogisch geeignete Mitarbeiterinnen zu finden, die nach eingehender Schulung die Leitung der Förderkurse übernehmen konnten.
Als weiteres Tätigkeitsfeld hat sich die Fortbildung von pädagogischen Fachkräften aus Kindertagesstätten und Schulen entwickelt. Aus den besonderen Kenntnissen, die sich die Fachleute des HPZ in den Schwerunkten ihrer beruflichen Tätigkeit erworben haben, wurden Angebote erstellt, die sich besonders durch ihren Praxisbezug auszeichnen.

Perspektivisch sehen die Pädagogen des HPZ in der Abstimmung und Gestaltung von Bildungsageboten im Übergangsbereich von Kindertagesstätte zur Schule ein wichtiges Aufgabenfeld, in dem sie gere auch eine Funktion übernehmen wollen.

Ein Schritt in diese Richtung ist die Anbindung des HPZ als Kooperationspartner des Sportkindergartens und der Henry-Harnischfeger-Schule in Bad Soden-Salmünster, die eines von drei Modellteams im Main-Kinzig-Kreis im Projekt „Bildung von Anfang an“ zur Einführung eines neuen Bildungs- und Erziehungsplanes in Hessen bilden. Aber auch mit anderen Kindertagesstätten und Schulen der Region werden Möglichkeiten zur unterstützenden und ergänzenden Zusammenarbeit gesucht.

Ein Höhepunkt in der Geschichte des HPZ stellte im November vergangenen Jahres das erste „Forum Bad Orb“ dar, eine Fachtagung, die sich besonders an Pädagogen richtet, die im Bereich der vorschulischen Förderung und in Grundschulen tätig sind. Wegen der großen Nachfrage wird am 12.Juni eine Folgeveranstaltung angeboten. Das Thema „Dyskalkulie“ (Rechenschwäche) steht im Mittelpunkt von Vorträgen und Workshops des dritten Forums, das am 17.November in der Spessart-Klinik stattfinden wird.

Das Team ist sich sicher, auch für die nächsten fünf Jahre gut gerüstet zu sein. An guten Ideen und Gestaltungsfreude beim Entwickeln neuer Angebote mangelt es jedenfalls nicht.

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letzte Änderung: 12.02.2006 Seite:


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